AG Moritzplatz

Die AG Moritzplatz ist aus dem Kiez-Netzwerk hervorgegangen, um intensiver an gemeinsamen Themen der Stadtentwicklung zu arbeiten. Durch die steigende Zahl von Arbeitsplätzen und den zunehmenden Verkehr rund um den Moritzplatz wird die Frage nach der Aufenthaltsqualität des Öffentlichen Raums, den wir als hier Arbeitende und Wohnende teilen, immer dringender.

THEMEN

Verbesserte Verkehrssicherheit

  • Fußgängersicherheit
  • Sichere Radwege
  • Vermeidung von Staus durch PKW-Verkehr
    ->   Überquerungshilfen für Fußgänger
    ->   Anpassung und Ausbau der Radwege
    ->   Mitgestaltung des Verkehrskonzepts im Rahmen eines         Bürgerbeteiligungsverfahrens

Gesteigerte Aufenthaltsqualität

  • Nutzbare Grün- und Randflächen
    ->    Gestaltung der Nord-West-Grünfläche (Moritzpark) mit Wegen, Beleuchtung und Sitzbänken
    ->    Mehr Sitzbänke und Fahrradständer rund um den Platz

Mehr Barrierefreiheit

  • Mobilität für ältere und geheingeschränkte Menschen
    ->   Aufzug im U-Bahnhof
    ->   Abgesenkte Bürgersteige
    ->   Öffentliche Toilette

Die Themen Drogenkriminalität und Obdachlosigkeit gehen uns alle an, allerdings behandeln wir sie nur als Randthemen, die von stadtweiten Polizei-Strategien und Hilfsprogrammen bekämpft werden sollten.

ENTSTEHUNG

Am 13. Februar 2015 wurde die 1. Stadtteilversammlung rund um den Moritzplatz im Auftrag des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg im Rahmen des Aktionsraums Kreuzberg Nordost von der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH ausgeführt. Eine zweite Stadtteilversammlung war im Herbst 2015 geplant, wurde aber nicht durchgeführt. Mit dem Anliegen, längst identifizierte Bedarfslagen und Lösungsansätze aufzugreifen und voranzutreiben, entstand 2017 die AG Moritzplatz.

AG TREFFEN

Die Kerngruppe der AG besteht derzeit aus Vertreter:innen von neun gemeinnützigen und gewerblichen Organisationen, die im Quartier sitzen. Im Verteiler sind ca. 30 Organisationen, die sich für das Thema interessieren und sich punktuell einbringen.  Die Kerngruppe trifft sich regelmäßig on- oder offline jeweils am zweiten Freitag im Monat. Vertreter:innen von weiteren Organisationen oder aus der Verwaltung sind willkommen und wenden sich bitte mit einer kurzen Email an meyer@wassertor.org.

AKTIONEN

Der Fokus der Arbeitsgruppe lag anfangs auf dem Informationsaustausch, der Ansprache relevanter Akteure und auf der Strategiefindung im Umgang mit den Zuständigkeitsgebieten zwischen Bezirk, Senat und BVG. Ab 2019 gingen wir mit zusätzlichen Mitmachaktionen an die Öffentlichkeit:

Willkommen im Moritzpark!

Bei der ersten Aktion zu den Freiwilligentagen im September 2019 haben wir als AG Moritzplatz alle hier Arbeitenden und Wohnenden zum Gespräch am roten Sofa, Ideenaustausch und Tischtennisspielen eingeladen. Die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann hat ihre Bürgersprechstunde an diesem Tag zu uns in den öffentlichen Raum verlegt. Wir haben Anregungen und Wünsche gesammelt und dokumentiert.

Fahrraddemo am Moritzplatz

Neben der langfristigen Stadtentwicklung gibt es großen Tatendrang: Aus dem Netzwerk ist eine Kunst-Aktionsgruppe entstanden, die mit Unterstützung durch die Sängerin Blümchen und viele Tänzer:innen laut und bunt für einen fahrradfreundlichen Platz demonstrierten.

Die AG arbeitet seit 2018 mit Moritz & Friends zusammen, einer Initiative von gewerblichen und kulturellen Akteuren direkt am Moritzplatz, die sich für eine Imageverbesserung für das Klein-, Kunst- und Kulturgewerbe am Platz einsetzt. Wir haben an ihrer Bewerbung für das Mittendrin-Programm für Gewerbestandorte mitgearbeitet, da sie mit unseren AG-Zielen der Stadtentwicklung zusammenhängen. Leider wurde der Moritzplatz nicht final ausgewählt, aber die Diskussionsrunde im Oktober 2019 bei Live-Musik, Essen und Getränken brachte diverse Akteure zusammen.

Rettet den Moritzpark!

Im Rahmen der zweiten Aktion am Moritzpark im September 2020 haben wir tatkräftig angepackt und nochmal auf die To-Do-Liste von 2019 aufmerksam gemacht. Mit Netzwerkakteuren, Engagierten aus der Otto-Suhr-Siedlung und Familien aus dem Wohnheim in der Stallschreiberstraße wurde Müll aufgesammelt, Wassersäcke wurden an Bäumen angebracht und befüllt und winterharte Pflanzen gesetzt. Anschließend gab es eine Diskussion mit Umweltstadträtin Clara Herrmann und Grünflächenamtsleiterin Birgit Beyer.